Energiespartipps
Stromersparnis durch richtige Gerätenutzung erfordert keine Investitionen und kann bei allen Geräten - unabhängig vom Gerätealter - erzielt werden.
Energie sparen ist gar nicht schwer und kann einiges an Geld sparen. Hier finden Sie wertvolle Tipps:
Elektrogeräte im Stand-By-Betrieb
Auch im Stand-by-Betrieb können Elektrogeräte Ihre Stromrechnung deutlich erhöhen. Darum schalten Sie diese über Nacht oder bei längeren Benutzungspausen ganz von der Stromversorgung ab. Damit können Sie auch die Gefahr eines Gerätebrandes verringern
| Stand-by-Betrieb | Stromverbrauch je Stunde (kWh/h) | Jahresstromverbrauch (kWh/a) |
| PC mit Farbbildschirm |
0,092 | 162 |
| Tintenstrahldrucker | 0,070 | 123 |
| Telefax | 0,011 | 96 |
| Anrufbeantworter | 0,003 | 26 |
| Farbfernseher (36-72 cm Diag.) |
0,010 | 73 |
| Receiver der Satellitenschüssel | 0,027 | 237 |
| Kompakt-Stereo-Anlage | 0,014 | 102 |
| Videorecorder | 0,012 | 101 |
Haushaltsgeräte, Kochen und Gefrieren
Kaffeemaschine: Mit der Kaffeemaschine Kaffee zuzubereiten ist nicht nur bequemer, sondern auch energiesparender als mit den altbewährten Methoden.
Spezialgeräte: Auch Spezialgeräte wie Eierkocher, Wasserkocher und Toaster verbrauchen weniger Energie als bei der Zubereitung im Kochtopf oder im Backofen.
Richtige Topfgröße: Der Durchmesser von Topf- und Pfannenboden muss mit dem der Kochstelle möglichst übereinstimmen, so wird die Wärme am effektivsten übertragen. Ist der Topf zu klein, geht unnötig Wärme verloren. Ist der Topf zu groß, verlängert sich die Ankochdauer.
Nachwärme nutzen: Sie können viel Energie sparen, indem Sie beim Backen und Kochen auf das Vorheizen verzichten. Nutzen Sie zusätzlich auch die Nachwärme und schalten Sie die Geräte 5-10 Minuten früher ab.
Gefriertruhe & Kühlschrank: Eine Gefriertruhe ist sparsamer als ein Gefrierschrank. Kaufen Sie kein zu großes Gerät, denn eine halbleere Gefriertruhe benötigt fast so viel Energie wie eine gut gefüllte! Stellen Sie Ihr Gefriergerät in einem kühlen, gut belüfteten Raum auf. Regelmäßig abtauen! Tauen Sie das Gerät ein- bis zweimal pro Jahr ab. Die sonst entstehende Vereisung erhöht den Energieverbrauch beträchtlich, dabei sollte eine Vereisung von mehr als zwei Millimetern möglichst vermieden werden.
Richtige Größe des Kühlschrankes: Richtwert: 60 Liter Nutzinhalt pro Person. Ausnahme: 100-120 Liter für einen 1-Personen-Haushalt.
Richtige Größe des Gefriergerätes: Richtwert: 50-80 Liter Nutzinhalt pro Person bei Haushalten mit geringer Vorratshaltung (Stadthaushalte mit kurzem Einkaufsweg). 100-130 Liter Nutzinhalt pro Person bei Haushalten mit ausgeprägter Vorratshaltung (eigener Garten, Direktkauf beim Bauern).
Herd und Kühlschrank sind keine guten Nachbarn: Stellen Sie das Gefriergerät in einen kühlen Raum. Eine schon um 1 °C niedrigere Umgebungstemperatur senkt den Verbrauch um ca. vier Prozent. Zuviel Kälte schluckt unnötig Strom! Die optimale Temperatur, um Lebensmittel im Kühlschrank frisch zu halten, beträgt +7 °C, im Gefriergerät reicht eine Temperatur von -18 °C.
Gummidichtungen: Sie sollten die Gummidichtungen am Türrahmen Ihrer Kühlgeräte immer sauber halten und, falls sie porös geworden sind, austauschen, damit nicht unnötig Kälte entweicht.
Heizen & Lüften
Raumtemperatur: Die Normtemperatur für Aufenthaltsräume
liegt bei ca. 20°C. Jedes Grad mehr Raumtemperatur führt zu einem Anstieg
des Energiebedarfes von ca. 6%.
Lüften: Durch regelmäßiges Stoßlüften (d.h. mehrere Fenster
für wenige Minuten gleichzeitig öffnen) bleibt die in den Wänden gespeicherte
Wärme erhalten. Gekippte Fenster sind in der Heizperiode grundsätzlich zu
vermeiden, da hier sowohl kontinuierlich Wärme verloren geht, als auch die
Fensterleibungen so stark abkühlen, dass es zur Schimmelbildung kommen kann.
Nachtabsenkung: Sofern nicht Komfortgründe dagegensprechen
sollte die Raumtemperatur während der Nachstunden abgesenkt werden. Diese
Maßnahme kann je nach Speichermasse des Gebäudes Einsparungen von 5-10% ergeben.
Tagabsenkung: Absenken der Raumtemperatur bei Nichtbenützung
am Tag. Wenn die Heizung täglich, in Ergänzung zur Nachtabsenkung, weitere
5 Stunden abgesenkt betrieben wird, ergibt sich eine zusätzliche Einsparung
von 2-4%.
Sommerheizung: Ausschalten der Heizfunktion während des
Sommerhalbjahres, es wird ein Anlaufen der Heizung an kühlen Sommermorgen
unterbunden (die eingestellte Heizgrenze von 14-16°C Außentemperatur kann
auch im Sommer unterschritten werden).
Thermostatventile: Ausrüsten aller Heizkörper mit Thermostatventilen
und die Thermostatköpfe nicht abdecken (ansonsten keine oder nur eingeschränkte
Funktion).
Einregulierung (hydraulisch): Einbau von voreinstellbaren
Heizkörperventilen mit Einregulierung durch einen Fachmann. Sie sparen Pumpstrom,
haben geringere Verteilverluste und gleichmäßig warme Heizkörper.
Heizungsregelung: Nach wie vor kostengünstig, einfach zu
handhaben und energietechnisch sinnvoll: witterungsgeführte Heizungsregelung
(Außenfühler auf der Nordseite!) mit Thermostatventilen an jedem Heizkörper.
Wärmedämmung: Wärmedämmen von unisolierten Heizungsrohren
im Keller- und in unbeheizten Räumen.







